“Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus!”

Greta Thunberg

So werden Unternehmen aktiv:

  • Scania stoppt weltweit Produktion für eine Stunde
  • Bäckerei spendet Hälfte der Einnahmen
  • 151 Finanzkonzerne fordern schärferen Klimaschutz
  • Ecosia stellt sich hinter Mitarbeiter*innen für zivilen Ungehorsam
  • Mainz 05: Klimastreik und Bundesliga
  • Amazon Employees for Climate Justice
  • Axel Springer gibt Mitarbeitern für Klimastreik frei
  • Vergleichsplattform Idealo streikt auch im Netz
  • Berliner Klubbetreiber machen „Rave-Aufstand“
  • Alnatura verschenkt Free-Fruit-for-Future
  • Flixbus fährt Klimastreik-Teilnehmer gratis
  • und weitere Beispiele unten

Was macht Ihr Unternehmen zum Klimastreik? Kurze Nachricht an info@nichtmeinerbe.de

GREY lässt Mitarbeiter protestieren

Die Werbeagentur hat nicht nur die Kampagne entwickelt, sondern gibt auch den Mitarbeitern die Möglichkeit, am Freitag auf die Straße zu gehen. “Ich bin selbst Vater von zwei Kindern. Die Zukunft unseres Planeten liegt auch mir persönlich sehr am Herzen”, sagt Grey-Deutschlandchef Jan-Philipp Jahn.

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Bäckerei spendet die Hälfte der Einnahmen

Die Bio-Bäckerei Kaiser verzichtet demnächst immer freitags auf 50 Prozent der Einnahmen von 17 bis 18 Uhr zugunsten von Fridays For Future. Am 20. September soll die Aktion starten und bis Ende des Jahres dauern. Bio-Kaiser ist mit 17 Filialen und etwa 100 weiteren Verkaufsstellen im Rhein-Main-Gebiet vertreten. Neben großen Hashtags an den Schaufenstern werden auch die Firmenwagen einen Aufkleber mit  #BioKaiserForFuture tragen. Jeder Azubi, der sich an der Aktion beteiligt, darf bis Ende des Jahres an drei Fridays For Future-Demos während der Arbeitszeit (3 Stunden) teilnehmen. Wer freitags Berufsschule hat und eine Demo besuchen möchte, wird für diesen Zweck entschuldigt.

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Ecosia stellt sich hinter Mitarbeiter*innen für zivilen Ungehorsam

Der Berliner Suchmaschinen-Anbieter in seinem Blog: „All Ecosia employees can engage in climate activism during weekdays – they don’t need to take time off or call in sick. If they incur legal problems, Ecosia will support them and cover any related fees. If reasonable, nonviolent civil disobedience should lead any Ecosia employee to be incarcerated, their time behind bars will be counted as work time.“

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Mainz 05: Klimastreik und Bundesliga

Am 20. September tritt 1. FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Spiel gegen FC Schalke 04 an. Die Mainzer sind als erster klimaneutraler Verein der Bundesliga bekannt und unterstützen jetzt “Fridays for Future” und stellt Mitarbeiter*innen für die Klimademos frei. Außerdem bieten Mainz 05 den Fans eine klimafreundliche Anreise im subventionierten Sonderzug an. “Wir arbeiten im gesamten Verein daran, Ressourcenverbrauch zu vermeiden und zu minimieren und kompensieren dort, wo wir mit unserem Handeln den Verbrauch von Ressourcen nicht vermeiden können.”

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Axel Springer gibt seinen Mitarbeitern für Klimastreik frei

Nicht nur Öko-Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter*innen an den Klimademos am 20. September teilnehmen. Immer mehr weitere Unternehmen schließen sich an, jetzt auch die Axel Springer Verlagsgruppe. In einer E-Mail des Vorstands an die Mitarbeiter heißt es zum Klimaschutz: Dieses Thema beschäftigt viele von uns, denn es betrifft uns, unsere Zukunft und die unserer Kinder direkt. Daher möchten wir es allen Kolleginnen und Kollegen von Axel Springer und den zum Unternehmen gehörenden Unternehmen ermöglichen, sich privat auch an den Demonstrationen in ihrer Stadt zu beteiligen, ohne hierfür extra Urlaub nehmen zu müssen.”

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idealo streikt auch im Netz

Die Shopping- und Vergleichsplattform idealo schließt sich am 20. September 2019 dem globalen Klimastreik von Fridays for Future an. Das Unternehmen fordert alle über 1.000 Mitarbeiter*innen dazu auf, zwischen 12 und 16 Uhr an der Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin teilzunehmen. Außerdem streikt idealo auch im Netz: Von 12 bis 16 Uhr wird die Seite nur eingeschränkt erreichbar sein. Besucher*innen werden stattdessen auf eine Landingpage weitergeleitet, auf der sie sich über die Botschaften und Forderungen von idealo zum Thema Nachhaltigkeit informieren können.

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Einhorn schließt Onlineshop

Kondome und Periodenprodukte gibt es sonst immer bei Einhorn. Nicht aber am 20. September. 

Bereits jetzt zur Vorbereitung gibt es dort aber hippe Online-Banner und Vorlagen zur freien Nutzung für alle:

https://einhorn.my/klimastreik/

Entrepreneurs For Future: #HowToKlimastreik

Eine planbar steigende CO2-Bepreisung fordern mehr als 2.900 Unternehmen mit 180.000 Arbeitsplätzen unter dem Dach von Entrepreneurs For Future (E4F). Sie haben eine Roadmap #HowToKlimastreik erstellt, darunter eine Anleitung: „Wie motiviere ich meinen Chef?“ sowie Rechtstipps für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Außerdem finden in vielen Regionen Koordinierungstreffen für gemeinsame Aktionen von Unternehmen statt.

Weitere Infos: https://www.entrepreneurs4future.de/

Evonik Chef über Beteiligung von Mitarbeitenden

Zur Teilnahme an Klimademos sagte Evonik-Chef Christian Kullmann: „Unsere Mitarbeiter können in ihrer Freizeit tun, was sie wollen – sofern sie sich an Recht und Gesetz halten.“ Das sollten doch auch bei Evonik Selbstverständlichkeiten sein, oder? Echte Unterstützung sieht anders aus.

Quelle: WAZ, 13.09.19, WWF1

Amazon Employees for Climate Justice

In einem offenen Brief fordern etwa tausend Mitarbeiter*innen von Amazon, dass der große und einflussreiche Konzerne eine weltweit führende Rolle beim Kampf um das Klima einnehmen müsste. Das Unternehmen solle zum Beispiel damit aufhören, an Politiker und Lobbyisten zu spenden, die den Klimawandel leugnen. Außerdem sollen keine Verträge mit Öl-Konzernen mehr geschlossen werden. Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, sollte Amazon Elekrofahrzeuge testen. Es sei unbedingt erforderlich, dass das Unternehmen bis 2030 emissionsfrei sei.

https://twitter.com/amznforclimate

Patagonia: „capitalism needs to evolve if humanity is going to survive“

Patagonia, the outdoor gear company, has announced it will be closing its doors on Friday, September 20 to join in the youth climate strikes. CEO Rose Marcario minces no words in her explanation on LinkedIn: „Now we face a dangerously hot and fast-changing climate that is exacerbating natural disasters, causing food and water shortages, and speeding us toward the biggest economic catastrophe in history. The plain truth is that capitalism needs to evolve if humanity is going to survive.”

„Fashion-Changers“ schließen sich zusammen

Die Bekleidungs- und Schuhindustrie produziert mehr CO2 als der Schiffs- und Flugverkehr zusammen. Darum sagen Modeschaffende: „Wenn wir über die Klimakrise und dem Entgegenwirken sprechen, müssen wir über Mode & Klima sprechen! Macht es zum Thema. Seid neugierig und aufmerksam. Und lasst uns gemeinsam am 20.09. zeigen, dass es neue Wege braucht, die wir laut (oder gerne auch leise, wenn dir danach ist) einfordern.“

https://fashionchangers.de/modeaktivismus/

Flixbus will Klimastreik-Teilnehmer gratis fahren

(dpa) Flixbus kündigte an, Teilnehmer der Klimastreiks gratis zu den Kundgebungen am 20. und 27. September zu fahren. Wer seine Teilnahme mit einem Foto belegt, erhält den Fahrpreis in Form eines Gutscheins erstattet. Flixbus gibt außerdem seinen Beschäftigten frei, die zum Klimastreik wollen. Die Busfahrer betrifft das nicht, sie sind bei Subunternehmen angestellt.

Scania stoppt weltweit Produktion für eine Stunde

Climate Day at Scania will take place on 20 September as a forerunner to the United Nations Climate Action Summit in New York. On this day, operations at Scania’s head office as well as at production sites and local Scania units across the world will stop for one hour. During this hour, employees will learn more about climate change and the company will tap into the ideas of all the employees on how Scania can improve its work with sustainability in every aspect of its operations even further.

https://www.scania.com/group/en/scania-calls-for-a-climate-day-and-halts-operations-for-sustainability-training-for-employees/

Berliner Klubbetreiber machen “Rave-Aufstand”

Ab 15.00 Uhr wollen Berliner Club-Betreiber unter dem Motto “Rave-Aufstand – No Future No Dancefloor” vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz ziehen. “Klimagerechtigkeit statt Verwertungslogik” und “Kapitalismus wegbassen” fordern die Veranstalter in ihrem Aufruf.

www.theclubmap.com/2019/09/06/rave-aufstand-no-future-no-dancefloor

Leaders for Climate Action

100 Unternehmen wie Delivery Hero, Flixbus, Freighthub oder Nebenan.de wollen bald klimaneutral sein. Die Gründer fordern das Gleiche von der gesamten Wirtschaft und haben sich hierfür als Leaders for Climate Action zusammengeschlossen. Drei Prinzipien liegen zu Grunde:

  1. Fuck history – es spielt keine Rolle, wie man sich in der Vergangenheit verhalten hat.
  2. Done is better than perfect – alles was hilft, ist gut. Auch wenn es noch nicht die perfekte Lösung ist.
  3. Pareto-Prinzip – Maßnahmen, die große Auswirkungen haben, stehen im Fokus.

https://twitter.com/leaders4ca

Alnatura

Doppelte Unterstützung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden an den Demos teilnehmen. Außerdem erhalten Schüler/-innen und Studierende in jedem Alnatura Super Natur Markt frisches und saisonales Bio-Obst geschenkt.

www.alnatura.de/de-de/ueber-uns/presse/archiv-2019/alnatura-unterstuetzt-fridays-for-future

Kirchliche Mitarbeiter dürfen am Klimastreik teilnehmen

Eine Umfrage des Evangelischen Pressedienst (epd) unter den 20 evangelischen Landeskirchen und den 27 katholischen Diözesen ergab, dass die meisten Mitarbeiter an den Protesten teilnehmen können.

www.evangelisch.de/inhalte/160289/14-09-2019/mehrheit-der-kirchlichen-mitarbeiter-darf-am-klima-streik-teilnehmen

Düsseldorfer Stadtverwaltung darf teilnehmen

“Ich unterstütze die Bewegung aktiv und wünsche den Beteiligten in Düsseldorf viel Resonanz bei ihren Aktionen zum dritten globalen Klimastreik – auch unter Beschäftigten der Stadtverwaltung”, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel laut RP.

Artikel (externer Link)

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte nimmt teil

“Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte unterstützt den Klimastreik am 20.9. gemeinsam mit vielen anderen Forschungsinsituten in Berlin. Unsere Mitarbeitenden werden an der Demo am Brandenburger Tor teilnehmen, um eine gerechten und konsequenten Umweltschutz und die Einhaltung des Pariser Abkommens zu fordern.”

Pressemitteilung (externer Link)

VAUDE macht mit in Headquarter und Stores

VAUDE stellt allen Mitarbeitenden frei, sich am Klimastreik zu beteiligen und schließt sich in Friedrichshafen mit großer Belegschaftszahl der Demonstration an. Am 18.09. werden dafür im Headquarter auch Plakate gebastelt. Die Tour beginnt am Bahnhof und endet am Hafen. Zusätzlich wird in allen Stores darauf hingewiesen, dass aufgrund des Globalen Klimastreiks mit reduzierter Belegschaft zu rechnen ist.

151 Finanzkonzerne fordern schärferen Klimaschutz

Deutsche Bank, Allianz und weitere globale Finanzkonzerne appellieren an die UN-Klimagipfel: “Staaten und Unternehmen, die (…) eine starke Klima- und Energiepolitik mit geringem CO2-Ausstoß beschließen, werden bedeutende wirtschaftliche Vorteile haben und Investitionen anziehen, die Arbeitsplätze in den Industrien der Zukunft schaffen werden”.

Link zum Artikel

Wigwam eG macht Kampagnenwerkstatt am Brandenburger Tor

Die genossenschaftliche Kommunikationsagentur Wigwam eG lässt am 20.09. die Arbeit ruhen und bietet stattdessen eine mobile Kampagnenwerkstatt zum Herstellen und Bedrucken von Aktionsmaterialien auf der Klimastreik-Demonstration in Berlin an. Mehr Infos am Aktionstag bei Facebook, Instagram und Twitter (@wigwam_im)!

Agentur-Exakt macht Magazin mit jungen Menschen

Jede Woche treffen sich junge Menschen in der www.agentur-exakt.de und schreiben über Gerechtigkeit, Verantwortung, Integration … und über das Klima. Die Agentur sponsort alle Aktivitäten und hat – ausgelöst durch die Diskussionen – bereits viele Abläufe und Marerialien auf Nachhaltigkeit umgestellt – und geht am 20.09. zur Demo.

www.ravolution.de

Ärzte und andere Gesundheitsberufe: Klimastreik!

Fast 1.600 Ärzt*innen und andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen haben die Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit (KLUG) gegründet. An mehreren Demos werden sie in ihrer Berufskleidung auftreten, beispielsweise in Berlin ein großer Teil der Belegschaft der Charité. Auch einzelne Praxen werden schließen. So stellt das Medizinisches Versorgungszentrum gynTeam Dr. Czerner fest: “Wir müssen deutlich machen, dass es sichhier um einen medizinischen Notfall handelt: Ein intaktes Klima und Ökosystem sind unabdingbare Voraussetzungen für menschliche Gesundheit und Wohlergehen.