“Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus!”

Greta Thunberg

So werden Unternehmen aktiv:

  • Bäckerei spendet die Hälfte der Einnahmen
  • Ecosia stellt sich hinter Mitarbeiter*innen für zivilen Ungehorsam
  • Mainz 05: Klimastreik und Bundesliga
  • Axel Springer gibt seinen Mitarbeitern für Klimastreik frei
  • Vergleichsplattform Idealo streikt auch im Netz
  • Einhorn schließt Onlineshop
  • und weitere Beispiele unten

Was macht Ihr Unternehmen zum Klimastreik? Kurze Nachricht an info@nichtmeinerbe.de

Bäckerei spendet die Hälfte der Einnahmen

Die Bio-Bäckerei Kaiser verzichtet demnächst immer freitags auf 50 Prozent der Einnahmen von 17 bis 18 Uhr zugunsten von Fridays For Future. Am 20. September soll die Aktion starten und bis Ende des Jahres dauern. Bio-Kaiser ist mit 17 Filialen und etwa 100 weiteren Verkaufsstellen im Rhein-Main-Gebiet vertreten. Neben großen Hashtags an den Schaufenstern werden auch die Firmenwagen einen Aufkleber mit  #BioKaiserForFuture tragen. Jeder Azubi, der sich an der Aktion beteiligt, darf bis Ende des Jahres an drei Fridays For Future-Demos während der Arbeitszeit (3 Stunden) teilnehmen. Wer freitags Berufsschule hat und eine Demo besuchen möchte, wird für diesen Zweck entschuldigt.

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Ecosia stellt sich hinter Mitarbeiter*innen für zivilen Ungehorsam

Der Berliner Suchmaschinen-Anbieter in seinem Blog: „All Ecosia employees can engage in climate activism during weekdays – they don’t need to take time off or call in sick. If they incur legal problems, Ecosia will support them and cover any related fees. If reasonable, nonviolent civil disobedience should lead any Ecosia employee to be incarcerated, their time behind bars will be counted as work time.“

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Mainz 05: Klimastreik und Bundesliga

Am 20. September tritt 1. FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Spiel gegen FC Schalke 04 an. Die Mainzer sind als erster klimaneutraler Verein der Bundesliga bekannt und unterstützen jetzt “Fridays for Future” und stellt Mitarbeiter*innen für die Klimademos frei. Außerdem bieten Mainz 05 den Fans eine klimafreundliche Anreise im subventionierten Sonderzug an. “Wir arbeiten im gesamten Verein daran, Ressourcenverbrauch zu vermeiden und zu minimieren und kompensieren dort, wo wir mit unserem Handeln den Verbrauch von Ressourcen nicht vermeiden können.”

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Axel Springer gibt seinen Mitarbeitern für Klimastreik frei

Nicht nur Öko-Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter*innen an den Klimademos am 20. September teilnehmen. Immer mehr weitere Unternehmen schließen sich an, jetzt auch die Axel Springer Verlagsgruppe. In einer E-Mail des Vorstands an die Mitarbeiter heißt es zum Klimaschutz: Dieses Thema beschäftigt viele von uns, denn es betrifft uns, unsere Zukunft und die unserer Kinder direkt. Daher möchten wir es allen Kolleginnen und Kollegen von Axel Springer und den zum Unternehmen gehörenden Unternehmen ermöglichen, sich privat auch an den Demonstrationen in ihrer Stadt zu beteiligen, ohne hierfür extra Urlaub nehmen zu müssen.”

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idealo streikt auch im Netz

Die Shopping- und Vergleichsplattform idealo schließt sich am 20. September 2019 dem globalen Klimastreik von Fridays for Future an. Das Unternehmen fordert alle über 1.000 Mitarbeiter*innen dazu auf, zwischen 12 und 16 Uhr an der Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin teilzunehmen. Außerdem streikt idealo auch im Netz: Von 12 bis 16 Uhr wird die Seite nur eingeschränkt erreichbar sein. Besucher*innen werden stattdessen auf eine Landingpage weitergeleitet, auf der sie sich über die Botschaften und Forderungen von idealo zum Thema Nachhaltigkeit informieren können.

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Einhorn schließt Onlineshop

Kondome und Periodenprodukte gibt es sonst immer bei Einhorn. Nicht aber am 20. September. 

Bereits jetzt zur Vorbereitung gibt es dort aber hippe Online-Banner und Vorlagen zur freien Nutzung für alle:

https://einhorn.my/klimastreik/

Entrepreneurs For Future: #HowToKlimastreik

Eine planbar steigende CO2-Bepreisung fordern mehr als 2.900 Unternehmen mit 180.000 Arbeitsplätzen unter dem Dach von Entrepreneurs For Future (E4F). Sie haben eine Roadmap #HowToKlimastreik erstellt, darunter eine Anleitung: „Wie motiviere ich meinen Chef?“ sowie Rechtstipps für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Außerdem finden in vielen Regionen Koordinierungstreffen für gemeinsame Aktionen von Unternehmen statt.

Weitere Infos: https://www.entrepreneurs4future.de/

Evonik Chef über Beteiligung von Mitarbeitenden

Zur Teilnahme an Klimademos sagte Evonik-Chef Christian Kullmann: „Unsere Mitarbeiter können in ihrer Freizeit tun, was sie wollen – sofern sie sich an Recht und Gesetz halten.“ Das sollten doch auch bei Evonik Selbstverständlichkeiten sein, oder? Echte Unterstützung sieht anders aus.

Quelle: WAZ, 13.09.19, WWF1